Ich bin wieder hier...

... nach all den Jahren...
Was ist nicht alles passiert seitdem!!
Diese Depressionen von denen ich hier vor so vielen Jahren schrieb, ich kann mich nur noch schwach an sie erinnern.
Scheint als wäre dieser Blog sowas wie mein Krisen-Tagebuch!

Und die neue Krise ist ernst - sie heißt Krebs

Manchmal tun die wirklich schlimmen Ding aber am wenigsten weh.
Das ist schon verblüffend.
Was habe ich mich manchmal aufgeregt über Unwichtigkeiten. Wie sehr schmerzte oft eine kleine Bemerkung, von der ich mich verletzt fühlte. Und nun habe ich Krebs, diese ernste, diese tödliche Krankheit und fühle mich im Grunde völlig gesund.

Es ist nicht so, als wäre diese Diagnose spurlos an mir vorbei gegangen. Als ich an einem Freitag im letzten Monat erfuhr, dass bei der Biosie Krebszellen gefunden wurden, folgte ein tränenreiches Wochenende.
Der Gedanke, ich könnte sterben war in dem Moment sehr klein, der Gedanke ich werde bald mit einem verstümmelten Körper weiterleben war dagegen sehr groß.
Ich habe den Verlust meiner Weiblichkeit beweint. Den Verlust des einzigen Teils meines Körpers, den ich schön fand.
Gedanken, nie wieder für einen Mann attraktiv zu sein beherrschten mein Denken. Ich bin Single und nun verdammt dazu es für den Rest meines Lebens zu bleiben. Bemerkungen von Freundinnen, dass ein Mann, für den dies ein Problem darstellt, ohnehin nicht der Richtige wäre, halfen da nicht weiter. Obwohl ich natürlich weiß, dass sie Recht haben!
Man will einfach nicht noch mehr einbüßen von dem was den Selbstwert bestimmt. Mit zu vielen Makeln hadere ich schon mein ganzes Leben lang. Wieso jetzt noch das? Haben ich das verdient?
Die Antwort kam nach einigen Tagen. Ich habe es nicht nur verdient, ich habe es vielleicht sogar gebraucht! Zum Erkennen der Prioritäten, um das Leben, so wie es ist, endlich zu schätzen, wahrzunehmen und letztlich zu leben!

Ich weiß, der Weg, der vor mir liegt, wird nicht leicht, doch ich hoffe gestärkt und in meiner Persönlichkeit gefestigt daraus hervor zu gehen.
zuckerwattewolkenmond - 17. Apr, 13:07

Hallo Bluebaby,

ich kann sehr mit dir mitfühlen, denn ich habe dasselbe durchgemacht. Der einzige Teil meines Körpers, den ich schön fand, wurde verstümmelt. Es war sehr sehr schmerzhaft, vor allem seelisch, durch diese Krise zu gehen, zumal ich ebenfalls ein Mensch bin, der viel mit seinen zahllosen Makeln hadert. Doch ich habe auch immer wieder Menschen getroffen, die mir gezeigt haben, daß ich geschätzt werde, und zwar nicht nur für meinen Körper und meine Weiblichkeit. Ich habe immer noch daran zu kauen, so schnell geht es nicht vorbei, aber es ist tatsächlich so, daß das Leben weitergeht und man lernt, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Und es verändert einen, wenn man den Willen dazu zeigt evtl. sogar zum Positiven. Viel Kraft auf deinem Weg wünsche ich dir!

bluebaby - 17. Apr, 14:40

Vielen Dank für deine Worte! Ja, ich denke man kann nur daran wachsen. Ich wünsche dir alles Gute!
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Zuletzt aktualisiert: 28. Jun, 15:37

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